Am 13.06.2026 gegen 17 Uhr startete am Parkplatz Mirsdorf eine VHS-Veranstaltung.
Nach einer kurzen Begrüßung von Juliane Müller von der VHS Coburg begann Eveline Rau mit einem für sie neuen Experiment – einer Krimiwanderung. Auch sie begrüßte die 18 interessierten Wanderer, besser gesagt kriminteressierten Wanderer. Als erstes Ziel stand die Alexandrinenhütte auf dem Programm. Bis zur Hütte gab es einige Unterbrechungen, in denen Eveline Rau aus ihrem Krimi ausgewählte Stellen las. Dabei ging es darum, den Zuhörer mitzunehmen in eine spannende Krimigeschichte, jedoch vom Inhalt nicht zu viel preiszugeben, damit das Interesse für das Buch nicht verloren geht. In der Alexandrinenhütte warteten bereits der Hüttenwart Mike Tendera und sein Team auf die Gäste. Aufgrund der guten Organisation im Vorfeld, konnte sofort mit der Essenausgabe begonnen werden. Deshalb hier noch einmal besten Dank an den Hüttenwart. Aufgrund seines Einsatzes wurde der Besuch der Hütte außerhalb der Öffnungszeiten erst möglich. Weiterhin möchten sich die Teilnehmer bei ihm für die sehr interessanten Ausführungen bezüglich des Alexandrinenturms sowie der später aus den Steinen des Turms hergestellten Alexandrinenhütte und der Namensgeberin – Herzogin Alexandrine von Sachsen-Coburg und Gotha bedanken. Weiterhin gilt es, auf die sehr moderaten Preise der Hütte zu verweisen. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Bewirtschaftung der Hütte von den Mitgliedern des Thüringer Waldvereins Coburg ehrenamtlich erfolgt. Deshalb besonderen Dank nicht nur an das heutige Team, sondern an alle ehrenamtlichen Helfer des Vereins. Außerdem gab es in der Hütte Informationen über die Gemeinde Meeder. Eveline Rau überbrachte den Teilnehmern die besten Grüße vom 1. Bürgermeister Bernd Höfer und widmete einen Teil der Rede den Gegebenheiten dieses weitläufigen Gemeindegebietes. Weiterhin gab sie Informationen bezüglich des Gemeindelebens, wie z.B. Veranstaltungen, Besuch des Friedensmuseums und des damit verbundenen Friedensdankfestes. Weiterhin sprach sie das Vereinsleben an. Gerade Meeder hat hier einiges zu bieten. Um nur einen der vielen Vereine hervorzuheben, sprach sie, wie sollte es auch anders sein, den Schützenverein Meeder e.V. an, den sie derzeit als Schützenkönigin anführt. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Meederer Sagenweg, der als Grundlage für den Roman diente. Weiterhin sprach sie über den Arbeitskreis für Geschichte und Archäologie (AGA) Coburg. Dieser Arbeitskreis beschäftigt sich unter anderem mit den zahlreich vorkommenden Hügelgräbern bzw. Grabhügeln in der Meederer Flur. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, nannte die Autorin ihren Roman „Morde im Schatten der Meederer Hügelgräber“ . Die Erhaltung dieser Bodendenkmäler und deren Schutz ist eine Herzensangelegenheit von Dieter Wendler und seinen Mitgliedern. Zu guter Letzt gab es noch Informationen bezüglich des Muschelkalkbodens, der weite Teile der Meederer Flur durchzieht. Eveline Rau ging dabei auf die geologische Entstehung ein. Wichtig sind diese Erkenntnisse, um das Thema Donnerloch im Roman zu verstehen. Nachdem sich alle Teilnehmer gestärkt hatten, ging es weiter am Waldrand entlang auf dem Meederer Sagenweg zur geschnitzten Skulptur des kopflosen Reiters. Informationen zu diesem Weg sind in der Gemeinde Meeder bzw. auf der Homepage der Gemeinde zu finden. Allein schon dieser Weg und die Besichtigung der Figuren sind eine Wanderung in Meeder wert. Immer wieder wurde die Wanderung unterbrochen, um in die mörderischen Zeilen der Autorin hineinzuhorchen. Die Wanderung endete, wo sie begann: Am Parkplatz in Mirsdorf Fazit: Nach Einschätzung der Autorin war diese Krimiwanderung eine durchaus gelungene Veranstaltung.
Vielen Dank für Ihr Interesse!